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Musikwissenschaftlich gelten die Tasteninstrumente nicht als eigenständige Gruppe. Eigentlich handelt es sich hier ja nur um eine Mechanik, mit der unterschiedliche Tonerzeuger bedient werden können.
So werden die Orgel und die Harmonika-Instrumente meist unter "Mechanische Instrumente" zusammengefasst, Cembalo, Klavier und Clavichord zu den Saiteninstrumenten gezählt, das Celesta bei den Schlaginstrumenten behandelt und eine extra Gruppe für elektrische Tonerzeuger benannt.
In unserem Zusammenhang erscheint es mir aber übersichtlicher, sie extra zu behandeln.
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Klavier und Flügel Hier sieht man das Innenleben eines Klaviers. Die schräggespannten Saiten werden mit kleinen Hämmern angeschlagen. Beim Klavier geschieht dies von vorn, beim Flügel von unten. |
![]() Bild: early music shop |
Cembalo Beim Cembalo und der kleinen Schwester - dem Spinett - werden die Saiten mechanisch angerissen oder gezupft. Größere Instrumente haben mehrere Manuale (Tastenreihen) und Register, mit denen man die Klangfarbe verändern kann. |
![]() Dr. Hermann Buchner Pianomuseum Österreich |
Clavichord Das Clavichord ist nur noch in Museum oder bei historischen Aufführungen anzutreffen. Die Saiten werden hier mittels Tangenten gleichzeitig verkürzt und in Schwingung versetzt. Diesen Effekt nutzen auch Gitarristen, wenn sie mit der linken Hand alleine spielen. Sie schlagen mit den Fingern kräftig auf die Saite und erzeugen so schon einen Ton, ohne mit der rechten Hand zu zupfen. Das faszinierende dabei ist, dass der Spieler den Ton solange er klingt sozusagen in der Hand behält und so z.B. ein Vibrato erzeugen kann. Das ist im Bereich der Tasteninstrumente sonst nur bei einzelnen elektronischen Instrumenten möglich. |
![]() Orgelpositiv, Trinitatiskirche Hamburg-Rahlstedt |
Die Orgel Die Königin der Musikinstrumente kann mit dem größten Tonumfang aller Instrumente aufwarten - zumindest von den großen sakralen Exemplaren kann man das behaupten. Die größte, gut 10 Meter lange Pfeife erzeugt ein Kontra C (16 Hz). Das liegt an der Grenze zum als Ton wahrnehmbaren. auch der höchste Ton einer nur 1 cm langen Pfeife, ein 7 gestrichenes C von 16744 Hz, ist grade noch hörbar. Durch die unterschiedliche Form der Pfeifen, die zum Teil auch Stimmzungen enthalten, entstehen verschiedene Klangfarben, die durch Registerzüge ausgewählt werden können. Dazu ist eine ausgeklügelte Mechanik nötig. Neben bis zu vier Manualen (Tastenreihen) hat der Spieler auch noch mit den Füßen die Basspedale zu bedienen. |
![]() Dr. Hermann Buchner Pianomuseum Österreich |
Das Harmonium Die kleine Schwester der Orgel enthält keine Pfeifen, sondern Stimmzungen, Mundharmonikas und Akkordeons. Es gehört also zu den Harmonika-Instrumenten. Der Blasebalg zur Erzeugung des nötigen Luftdrucks wird vom Spieler mit den Füßen betrieben. |
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Hohner |
Blasharmonikas Auch sie gehört zu den Harmonika-Instrumenten, da die Tonerzeuger Stimmzungen sind. Es gibt so viele Namen, wie Hersteller für dieses Instrument: Melodica (Hohner), Melodion, Pianica, Clavietta... Siehe auch: Harmonika Instrumente |
![]() Wikipedia, Urheber "Retromenico" |
Die Hammond-Orgel Das um 1920 von Laurens Hammond erfundene Instrument sollte zunächst als Orgelersatz dienen, hat sich dann aber schnell einen Platz in der Unterhaltungsmusik erobert. Im Allgemeinen verfügen die Instrumente über zwei Manuale (Tastenreihen) und 8 bis 16 Fußpedale. Durch elektromagnetische Tonerzeugung entstehen zunächst Sinustöne in unterschiedlichen Oktavlagen. Durch Zugriegel lassen sich die einzelnen Töne unterschiedlich laut einstellen, so dass die unterschielichsten Klangfarben entstehen. Inzwischen wurde die Hannomd-Orgel von ihrem Nachfolger, der elektronischen Orgel, verdrängt. |
![]() Hohner Orgel von 1983 |
Die Elektronische Orgel Äußerlich unterscheidet sie sich kaum von der Hammond-Orgel. Die Tonerzeugung erfolgt hier jedoch elektronisch und wir finden mehr Technik, wie Rhythmusgerät, Begleitautomatik und viele unterschiedliche Klangfarben bis hin zu Geräuschen. Auch sie wurde inzwischen fast vollständig verdrängt - vom Keyboard. |
![]() Yamaha |
Diese kleinen Wunderwerke der Technik verhelfen sowohl dem Anfänger als auch dem Profi zu unzähligen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten. Durch eingebaute Lernsysteme und Ein-Finger-Automatik hat der Einsteiger schnell Erfolgserlebnisse. Der Fortgeschrittene nutzt die unzähligen Klangfarben und Effekte. Heute haben die Instrumente auch meist einen dynamischen Anschlag, d. h. der Spieler kann mit dem Fingerdruck die Lautstärke beeinflussen. Das erhöht die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten enorm. |
![]() Korg |
Der Synthesizer Beim Synthesizer geht es hauptsächlich um das Spielen mit Klängen. Die Klänge werden analog oder digital erzeugt. |
![]() Casio |
Das Elektrische Klavier ist inzwischen auch für den privaten Gebrauch als Klavier-Ersatz sehr verbreitet. Es kostet weniger als ein richtiges Klavier, nimmt weniger Platz weg, muss nicht gestimmt werden und lässt sich über Kopfhörer spielen. Der Anschlag - also das Spielgefühl - ist dem des Klaviers bei den besseren Modellen inzwischen recht ähnlich. Trotzdem ist es natürlich nicht das Gleiche. Manche E-Pianos vereinigen die technischen Möglichkeiten des Keyboards mit dem gewichteten Anschlag des Klaviers. |
![]() Dr. Hermann Buchner Pianomuseum Österreich |
Das Celesta Das Instrument sieht ähnlich aus wie ein Harmonium, klingt aber wie ein Glockenspiel oder Metallophon. Mit Hilfe der Tasten und einer ausgeklügelten Mechanik, werden Stimmplatten angeschlagen. Das Instrument findet hauptsächlich in klassischen Symphonieorchester Anwendung. |
![]() Dr. Hermann Buchner Pianomuseum Österreich |
Drehleier Auch die historische Drehleier kann man wohl als Tasteninstrument bezeichnen. Der Spieler dreht mit einer Hand ein Rad, das die Saiten anstreicht und spielt mit der anderen Hand auf den Tasten die Melodie. Dabei klingen immer ein paar Bordunsaiten als Begleitung mit. |
| Mo. bis Fr. | 10-18 Uhr |
| Sa. | 10-14 Uhr |
| Advents-Sa. | 10-18 Uhr |


